Parodontose behandeln

Parodontose: Kommt Dir das bekannt vor?

  • Dein Zahnfleisch ist entzündet und geschwollen?
  • Du hast häufiges Zahnfleischbluten?
  • Du leidest unter Mundgeruch?
  • Du hast das Gefühl, dass Zähne locker sind?

Hier erfährst Du, warum die Parodontosebehandlung in der Zahnarztpraxis nicht ausreicht und was Du selbst tun kannst, um Deine Zähne zu retten und Dein Zahnfleisch zu heilen!

Wie hoch ist Dein Parodontose-Risiko?

Was ist Parodontose und wie entsteht sie?

Parodontose (von Zahnärzten als Parodontitis bezeichnet) ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates. Sie beginnt mit einer Zahnfleischentzündung. Wenn diese nicht behandelt wird, löst sich das Zahnfleisch ab und es entstehen sog. Zahnfleischtaschen.

Das Zahnfleisch ist dunkelrot und geschwollen. Beim Zähneputzen oder wenn man in einen Apfel beißt kommt es zum Zahnfleischbluten. Aus den Zahnfleischtaschen fließt Eiter und die Betroffenen haben einen unangenehmen Mundgeruch.

Im weiteren Verlauf wird der den Zahn umgebende Knochen allmählich abgebaut. Es kommt zu Zahnlockerungen. Die Zähne erscheinen oft verlängert. Sie können wandern und es entstehen Zahnlücken.

Wird die Parodontitis nicht rechtzeitig entdeckt und behandelt, kommt es zum Zahnverlust. Entweder, weil Zähne von selbst ausfallen oder weil man lockere Zähne ziehen muss. Das hat oft umfangreiche und teure Behandlungen zur Folge, weil die verloren gegangenen Zähne durch Zahnersatz und Implantate ersetzt werden müssen.

Parodontose (Paratondose): Zahnfleischentzündung und Kieferknochenabbau

Parodontose (Parodontitis): Das Zahnfleisch ist entzündet und hat sich vom Zahn abgelöst. Es entstehen Zahnfleischtaschen und der Kieferknochen baut sich allmählich ab.

Parodontose-Symptome: Woran Du erkennen kannst, ob Du eine Parodontose hast

Geschätzte 80 % der Bevölkerung haben eine mehr oder weniger starke Zahnfleischentzündung. Wenn sie nicht behandelt wird, kann daraus eine folgenschwere Parodontose entstehen, die auch zu Gesundheitsschäden führen kann. Hier kannst Du testen, wie hoch Dein Parodontose-Risiko ist!

Eine Parodontitis wird von den Betroffenen oft erst spät bemerkt. Je später sie entdeckt wird, desto schwieriger ist die Behandlung dieser Zahnbetterkrankung. Da es sich um eine weit verbreitete Erkrankung handelt, ist es wichtig, regelmäßig auf typische Anzeichen einer Parodontose zu achten und rechtzeitig den Zahnarzt aufzusuchen.

Auf welche Anzeichen für eine Parodontose Du achten solltest, erfährst Du hier! Nur wenn Du rechtzeitig etwas unternimmst, kannst Du verhindern, dass Deine Zähne locker werden oder dass Du sogar Zähne verlierst!

  • Dein Zahnfleisch blutet häufig, z.B. beim Zähneputzen oder wenn Du in einen Apfel beißt.
  • Dein Zahnfleisch ist dunkelrot und geschwollen. Manchmal tritt Eiter aus den Zahnfleischtaschen.
  • Du hast Mundgeruch, der auch nach dem Zähneputzen bleibt.
  • Deine Zähne werden länger, kippen oder wandern. Es entstehen Abstände zwischen den Zähnen.
  • Nach und nach werden immer mehr Zähne locker und erschweren Dir das Abbeißen und Kauen.
  • Gelockerte Zähne können ausfallen oder müssen gezogen werden. Es entstehen sichtbare Zahnlücken.

Wenn Du eines oder mehrere der hier beschriebenen Anzeichen bei Dir beobachtest, solltest Du Deine Zähne und Dein Zahnfleisch umgehend vom Zahnarzt untersuchen lassen!

Wodurch wird Parodontose verursacht und verstärkt?

Schädliche Bakterien

Bestimmte Bakterien im Mund scheiden Giftstoffe aus, die das Zahnfleisch und den Kieferknochen schädigen. Es beginnt mit damit, dass das Zahnfleisch entzündet ist. Danach bilden sich Zahnfleischtaschen. Es kommt zu Knochenabbau des Kiefers und schließlich werden die Zähne nach und nach locker.

Zahnbelag (Biofilm)

Bei unzureichender Mundhygiene und Zahnpflege bildet sich Zahnbelag. Er besteht aus hartem Zahnstein und weichen Belägen. Zusammen werden sie als "Biofilm" bezeichnet. In diesem Biofilm vermehren sich Bakterien, von denen manche eine Parodontose hervorrufen können.

Vererbung

Die Art und Weise, wie das Immunsystem auf Bakterien und deren Giftstoffe reagiert, ist teilweise genetisch (durch Vererbung) bestimmt: Manche Menschen sind durch erbliche Veranlagung besonders gefährdet, an einer Parodontose zu erkranken.

Chronischer Stress

Bei anhaltendem Stress schüttet der Körper vermehrt das Hormon Cortisol aus. Dieses Hormon dämpft die Aktivität des Immunsystems. Es ist nicht mehr in der Lage, die schädlichen Bakterien im Mund wirksam zu bekämpfen. Stress begünstigt also die Entstehung und das Fortschreiten von Parodontose!

Falsche Ernährung

Moderne Nahrungsmittel sind arm an Mineralien, Vitaminen und Ballast-Stoffen. Der Körper erhält zu wenig Vitalstoffe und es vermehren sich schädliche Bakterien und Pilze im Darm. Da ein Großteil der Zellen des Immunsystems im Darm beheimatet ist, wird es durch Mangelernährung und schädliche Keime geschwächt. Außerdem fehlen dem Körper die notwendigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, um das Zahnbett und das Zahnfleisch zu regenerieren.

Rauchen

Raucher haben ein stark erhöhtes Risiko, an Parodontose zu erkranken, und ein mehrfach höheres Risiko, vorzeitig Zähne zu verlieren. Die Zahnfleischtaschen sind bei einem Raucher tiefer und der Knochenabbau am Kiefer stärker. Andererseits führt Rauchen zu weniger Zahnfleischbluten und die Entzündung spielt sich in der Tiefe der Zahnfleischtaschen ab. Deshalb wird eine Parodontitose bei Rauchern oft erst spät bemerkt.

Diabetes

Ein Risikofaktor für das Fortschreiten der Parodontose ist Diabetes (Zuckerkrankheit) mit nicht richtig eingestelltem Blutzucker-Spiegel. Bestimmte Diabetes-Medikamente können den Speichelfluss hemmen und dadurch die Bildung von Belägen begünstigen. Andere können zu einer Wucherung des Zahnfleisches führen, die eine Parodontose begünstigt oder verstärkt.

Pille & Schwangerschaft

Die Einnahme der Antibaby-Pille und eine Schwangerschaft führen zu hormonellen Änderungen im Körper. Dadurch können vermehrt Zahnfleischprobleme auftreten. Wenn diese nicht durch gute Mundhygiene und Zahnpflege beherrscht werden, kann das Entstehen einer Parodontose begünstigt werden.

Wie kannst Du diesen Risiken vorbeugen? Was kannst Du tun, wenn Du schon von Parodontose betroffen bist?

Erfahre jetzt mehr darüber, wie Du Dir selbst helfen kannst!

Warum eine Parodontose Deine Gesundheit gefährden kann

Viele Betroffene glauben, dass eine Parodontose nur das Zahnfleisch und den Kieferknochen betrifft. Manche nehmen es sogar in Kauf, dass sie dadurch Zähne verlieren. Das ist ein gefährlicher Irrtum: Schädliche Bakterien aus der Zahnbettentzündung gelangen über die Blutbahn und durch Einatmen in den gesamten Organismus und können dort zu schwerwiegenden und manchmal lebensbedrohlichen Erkrankungen führen.

Die Bakterien setzen sich an den Innenwänden der Blutgefäße fest. Dort bilden sie Kolonien und Ablagerungen, die die Gefäße verengen und versteifen. Man nennt das Arteriosklerose. Wenn sich einzelne Ablagerungen lösen, werden sie mit dem Blutstrom abtransportiert, bis es wegen der immer kleiner werdenden Gefäße nicht mehr weitergeht. Die Gefäße werden verstopft und das betroffene Gewebe wird nicht mehr durchblutet. Die Folgen können Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Paratondose: Risiko für die Gesundheit durch die Zahnfleischentzündung

Gesundheits-Risiko Parodontose: Bakterien aus der Entzündung gelangen in den Körper und können verschiedene Krankheiten verursachen.

Bakterien aus einer Parodontitis können zu Entzündungen an natürlichen und künstlichen Herzklappen führen und lebensbedrohliche Störungen der Herzfunktion verursachen.

Schädliche Mund-Bakterien können Körpergelenke infizieren und zu chronischen Erkrankungen wie Rheuma und Arthritis führen.

Auch künstliche Gelenke (z.B. Hüft- oder Kniegelenke) können durch Bakterien aus dem Mund infiziert werden.

Parodontitis-Bakterien können die Bauchspeicheldrüse schädigen. Dadurch wird weniger Insulin produziert, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Als mögliche Folge kann Diabetes (Blutzuckerkrankheit) entstehen.

Die schädlichen Bakterien werden auch eingeatmet und gelangen so in die Lunge. Dort können sie - besonders bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem - ernstzunehmende Lungenentzündungen hervorrufen.

Wenn Frauen von Parodontose betroffen sind, kann die bakterielle Infektion zu Frühgeburten führen, bei denen die Babys ein geringeres Geburtsgewicht als normal haben.

Wie läuft eine Parodontosebehandlung in der Zahnarztpraxis ab?

Die moderne Parodontosebehandlung in der Zahnarztpraxis läuft in drei Phasen ab. Welche das sind, erfährst Du hier:

1. Hygienephase

Diese Phase dient der Vorbereitung der Parodontosebehandlung. Dabei wird zunächst der Zustand Deines Zahnfleischs untersucht und in einem sog. Mundhygiene-Status erfasst.

Als nächstes bekommst Du eine Professionelle Zahnreinigung (PZR), bei der Zahnstein und weiche Beläge sorgfältig entfernt werden. Die Mitarbeiterinnen der Zahnarztpraxis zeigen Dir außerdem, wie Du Deine Zahnpflege optimieren kannst.

Im nächsten Schritt wird der sog. Parodontal-Status erhoben. Dabei werden die Tiefe der Zahnfleischtaschen, der Lockerungsgrad der Zähne und das Ausmaß des Zahnfleischrückgangs in ein Formular eingetragen. Dieses wird zusammen mit dem sog. Heil- und Kostenplan an die Krankenkasse geschickt.

Parodontosebehandlung: Parodontalstatus und Heil- und Kostenplan für die Krankenkasse

Sog. Parodontal-Status zur Vorlage bei der Krankenkasse

2. Parodontosebehandlung

Bei der eigentlichen Parodontosebehandlung werden vom Zahnarzt bzw. speziell geschulten Fachkräften sorgfältig alle weichen und harten Beläge von den Zahn- und Wurzeloberflächen befreit. Zusätzlich werden die Zahnfleischtaschen von entzündetem Gewebe entfernt.

Diese Behandlung wird üblicherweise mit lokaler Betäubung durchgeführt, damit die Behandlung weitgehend schmerzfrei verläuft.

Um die schädlichen Bakterien im Mund zu reduzieren, werden unterstützend desinfizierende Medikamente und - falls notwendig - Antibiotika eingesetzt. In Einzelfällen können auch operative Maßnahmen notwendig sein, um den Knochenabbau und den Zahnfleischschwund aufzuhalten bzw. rückgängig zu machen.

Parodontosebehandlung: Entfernung von Zahnstein und Zahnbelag

Ultraschallgerät zur Entfernung von Zahnstein bei der Parodontosebehandlung

3. Erhaltungstherapie

Die Parodontose ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates, die auch nach einer Behandlung jederzeit wieder auftreten kann. Deshalb müssen Betroffene nach einer Parodontosebehandlung ihre Zähne und ihr Zahnfleisch regelmäßig in der Zahnarztpraxis untersuchen und regelmäßig Zahnreinigungen durchführen lassen.

Der Abstand zwischen den Untersuchungen und Zahnreinigungen hängt vor allem von der Schwere der ursprünglichen Erkrankung und dem Risiko eines erneuten Auftretens der Parodontose ab.

Aber Achtung! Die Parodontosebehandlung in der Zahnarztpraxis und die Nachsorge allein reichen nicht aus, um eine Parodontose auszuheilen. Warum das so ist und was Du selbst tun kannst, um die Parodontose endgültig zu stoppen, erfährst Du im nächsten Abschnitt! 

Parodontosebehandlung: Regelmäßige Zahnsteinentfernung in der Erhaltungstherapie

Regelmäßige Professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Erhaltungstherapie

Was Du selbst gegen die Parodontose tun kannst

Bei der Parodontose handelt es sich um mehr als "nur" um eine Erkrankung des Zahnfleischs. Sie betrifft nicht nur den den gesamten Körper; sie hängt auch eng mit Deiner Psyche und Deinem Mindset zusammen. Deshalb reicht die Parodontosebehandlung in der Zahnarztpraxis allein nicht aus. Du musst selbst etwas tun, um Deinen Körper und Deine Psyche wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Schau Dir deshalb das Video einer Zahnärztin an, die sich auf die ganzheitliche Parodontosebehandlung spezialisiert hat. Sie zeigt Dir,

  • was Parodontose-Bakterien in Deinem Körper anrichten können
  • wie Du Dein Immunsystem gegen diese Bakterien stärken kannst
  • warum die Gesundheit Deines Darmes eine wichtige Rolle bei der Heilung von Parodontose spielt
  • welche Ernährung Dir gegen die Zahnfleischentzündung hilft
  • wie Du Deinen Körper entgiften und entschlacken kannst
  • wie Du Deine Psyche stärkst und dadurch Deine Zähne festigst
  • und Vieles mehr

Diese Zahnärztin hat ein Vier-Wochen-Programm zur Selbsthilfe gegen Parodontose entwickelt. Du bekommst von Ihr Videoanleitungen, PDFS und Tools, mit denen Du nicht nur die Parodontose für immer loswerden kannst. Du wirst Dich danach auch gesünder und vitaler fühlen!

Parodontose: Was Du selbst gegen die Zahnfleischentzündung tun kannst

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